language English
Sprache Deutsch

Mitmachmusical "Max der Regenbogenritter"

 

„Max der Regenbogenritter" zieht nicht nur die Kinder in seinen Bann

Tolles Mitmach-Musical von Musikern der Musikkapelle und Grundschulkindern

Wie schafft man es, Kinder für Musik zu begeistern und eine Stunde lang ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen? Diese Aufgabe hat sich die Musikkapelle zusammen mit der Grundschule gestellt. Und sie haben diese Aufgabe mit Bravour gelöst.

musikkapelle-heiden_2015_Max_MusikkapelleAm Samstag, 7. November und Sonntag, 8. November machten sich mehr als 1000 Kinder und Erwachsene auf den Weg zur Westmünsterlandhalle in Heiden, um sich das Kinder-Mitmach-Musical „Max der Regenbogenritter" anzusehen und dabei mitzuwirken.

 Gemeinsam mit der Musikkapelle hatte der Chor der Mariengrundschule seit einigen Wochen und Monaten die Geschichte vom Regenbogenritter  mit seinen Liedern einstudiert. Bernhild Dillage und Ruth Kirsch-Wansing probten die Lieder immer und immer wieder, bis die Kinder sie im Schlaf konnten. Dass auch noch passende Bewegungen zum Liedtext gehörten, stellte für die 80 Chorkinder keine Schwierigkeit da. Sie präsentierten den Zuschauern ihr Können lautstark und mit solch einer Begeisterung, dass auch die Kinder in den ersten Reihen sich animiert fühlten, den besungenen Regenbogen mit ihren Armen mitzuzeichnen.
musikkapelle-heiden_2015_Max_6Thronkatzen.JPG

Die Handlung war auch für die Kleinsten leicht zu verstehent: Der böse Katzenkönig Brutus und seine Katzenbande - hervorragend dargestellt von Christian Pieper und einigen Grundschulkindern - hatte den König samt Hofstaat in den Kerker gesperrt und danach noch einigen Unfug in der Burg angestellt. Dem kleinen Regenbogenritter Max und Lise gelang es mit Hinweisen vom Bergwerkzwerg Knut und mit Unterstützung des Publikums, den König mit Königin und Gefolge aus dem Kerker zu befreien und anschließend ein großes Fest zu feiern.

Knut der Bergwerkzwerg in Person von Marianne Grütering schaffte es immer wunderbar, mit ihrer Ansprache die anwesenden Kinder zur Mithilfe zu animieren. Beim Lied „Geh Brutus geh" sangen alle so laut mit, dass sich der Katzenkönig samt Bande die Ohren zu halten musste und nur noch das Weite suchen konnte bei so viel schöner und lauter Musik.

Auch Dirigent André Baumeister mutierte zum Schauspieler und forderte die Unterstützung des Publikums ein. Denn es gab kein Schlagzeug mehr, weil Brutus es zerstört hatte. „Wollt ihr unser Schlagzeug sein?" fragte er die Anwesenden und erhielt ein lautes Ja. Durch kräftiges, rhythmisches Stampfen und Klatschen ersetzten die Zuschauer das Schlagzeug und die Musikkapelle konnte die schöne Hymne doch noch spíelen.
Dass das ganze Bühnenspektakel auch noch vor einer wunderbaren Kulisse mit großem Burgbild, einem düsteren Kerker und einem schmucken Thronsaal stattfand, soll hier nicht unerwähnt bleiben.

 Am Ende erhielten alle Akteure einen kräftigen Applaus vom begeisterten Publikum. Und der ist wohlverdient. Sowohl die Chorkinder mit ihrem mitreißenden Gesang, die Schauspieler und Solisten mit ihrer lobenswerten Leistung und die Musikkapelle mit ihrem wunderbaren Zusammenspiel - sie alle ließen bei den Anwesenden den Wunsch aufkommen, dass die Zeit bis zum nächsten gemeinsamen musikalischen Projekt in vier Jahren schnell vergeht.

musikkapelle-heiden_2015_Max_7Knutmusikkapelle-heiden_2015_Max_2-1Chormusikkapelle-heiden_2015_Max_2-2Thronsaal.JPG                   

 




Baltic Sea Youth Orchestra in Heiden

Heidener Musiker üben mit Mitgliedern von der Baltic Sea Youth Philharmonic

Baltische Musikstudenten veranstalten Workshop und Konzert in Heiden

 Neugierde, Lockerheit und Offenheit prägten die Atmosphäre des Musikworkshops im Haus der Musik vom 4. bis 6. September. Rund 40 Aktive der Musikkapelle und des Spielmannzugs Heiden wurden von fünf Musikern der Baltic Sea Youth Philharmonic auf das gemeinsame Konzert am 10. September in der Westmünsterlandhalle vorbereitet.

musikkapelle-heiden_byp0303.JPGIm Rahmen der Musiklandschaft Westfalen  konnte dessen Intendant Dirk Klapsing dieses Orchester mit dem Stardirigenten Kristjan Järvi für ein Konzert im Münsterland gewinnen. Das BSYP - bestehend aus ca. 80 Musikstudenten aus den baltischen Anrainerländern - startet mit dieser Aufführung seine Europatournee.

 Die Idee für den Workshop stammte laut Pressebericht von dem Heidener Dr. Dirk von Ameln. Er ist als Vorsitzender des Trägervereins für die Baltic Sea Music Education Foundation ehrenamtlich tätig. „Mit diesem Workshop geben wir diesen Heidener Musikvereinen die Gelegenheit, an einer tollen musikalischen Weiterbildung teilzunehmen, mit einem weltbekannten Dirigenten und einem renommierten Orchester aufzutreten."

musikkapelle-heiden_byp0349.JPGVon Anspannung und ehrfurchtsvoller Distanz zwischen den Dozenten und den Heidener Musikern war nichts zu spüren bei dem dreitätigen Workshop. „Mein Gefühl ist positiv. Wir haben eine supertolle Gruppe. Alle haben Spaß und Lust. Es ist allerdings schwer, das Repertoire für das Konzert an einem Wochenende zu lernen," erklärte Querflötist Martin Bosse-Platiere, einer der fünf Dozenten. Das Repertoire, das Bosse-Platiere meinte, sind „Marche hongroise" von Hector Berlioz und „Ritt der Walküren" von Richard Wagner. 

Am Mittwochnachmittag mussten sich die am Konzert teilnehmenden Musiker noch auf den Weg ins Sauerland machen, wo sich das BSYP im Musikbildungszentrum Südwestfalen in Schmallenberg auf die bevorstehende Europatournee vorbereitet. Dort fand die erste Gesamtprobe des Orchesters und den Mitgliedern der Musikkapelle und des Spielmannzuges unter Leitung von Kristjan Järvi statt.

Gut vorbereitet standen am Donnerstag 16 Musiker aus den Heidener Musikvereinen mit dem BSYP auf der Bühne in der Westmünsterlandhalle und präsentierten die Werke von Berlioz und Wagner den ca. 300 Zuhörern. Unter Kristjan Järvis beinahe tänzerischem und expressiven Dirigat wuchsen die Musiker zu einer faszinierenden Einheit zusammen.
Ohne die Heidener zeigte das BSYP bei weiteren klassischen und modernen Stücken seine Klangvielfalt, sein technisches Können und seine starke Ausdruckskraft, was zum Ende des Konzertes von den begeisterten Zuschauern mit stehenden Ovationen belohnt wurde.
musikkapelle-heiden_bsyp4793.JPG
Für alle Beteiligten war dieses Event ein musikalisches Highlight, worüber in den Musikerkreisen sicherlich noch lange gesprochen wird.

                                                                 
        




|>